top of page

TEXTUREN | Musik und Kunst aus der Kaserne Pirna
Streaming & Live Konzerte und Kunstinstallationen
 
In der Kaserne Pirna werden im Jahr 2021 drei Konzerte mit Alter und Neuer Musik veranstaltet. Dabei wird Bildende Kunst „erschaffen“. Die Konzerte und künstlerischen Performances werden via Internet übertragen, in einem neuen „Format“, das aus den Maßnahmen und Einschränkungen des Corona-Virus entspringt. Vier Konzerte und Installationen mit vier Farbthemen, eines in jeder Jahreszeit, ohne Publikum, und gleichzeitig mit dem größten Publikum, das man sich vorstellen kann. Vier Livestreams, die alle Interessierten ohne physische Einschränkung erreichen möchten.


 

SGSDE_LOGO2016_DE_RGB_Hintergrund_weiss.
Logo con scritta.jpg
DENKZEIT-SCHWARZ.png
GROME DESIGN-logo-black (3) copy 2.jpg
DE170514454_logo_web.jpg
labelpirna_mini.png

20.3.2021 ROT - TERPSICHORE, die Muse des Tanzes

Zum 400. Todestag und 450. Geburtstag Michael Praetorius

Instrumenta Musica | Ercole Nisni

Karin Kopka-Musch

1612 publizierte Michael Praetorius seine einzige Sammlung, die ausschließlich der instrumentalen Musik, der „Instrumenta Musica“, gewidmet ist. Eine Sammlung mit mehr als 300 Tanzsätzen, die zu Recht den Namen der Muse des Tanzes trägt: Terpsichore. Mit dieser abwechslungsreichen, stimmungsvollen und festlichen Musik wollen wir zum großen Jubiläum des Komponisten unsere besondere Konzertreihe in der Kaserne Pirna beginnen.

Rot ist das festliche Farbthema dieses Konzerts.

 

„Leinen, Pigment, farbiges Licht, Flächen, Linien, Bewegung, Spur. Bühne, Moment, Instrument. Plural. Zusammen und Klang oder Gang?

Lauschen, übersetzen, ansetzen. Berührung? Als Sehnsucht. Distanz? Geregelt. In der Regel. Spiel.

Tief blicken und hoch heben. Dem Rot als Erscheinung und Klang Raum. Welchen Raum wieviel Rot. Bilder und Szenen. Versuche à tâtons… „

Karin Kopka Musch

​

Konzertstream Premiere 20. März 2021 zum/go to KONZERTSTREAM

014.jpg

 

GELB - WIEGENLIED VOM KRIEG

Bei jedem Krieg ist der größte Verlierer der Mensch, Opfer der Machtspiele von jenen, die vorgeben, die Fäden unserer Welt zu ziehen. Die Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg nach vierhundert Jahren bleibt besonders präsent, vor allem für die Brutalität  und deren Konsequenzen, die das einfache Volk erlitten hat. 

Die Musik, seit immer Spiegel der menschlichen Seele, war eine der wenigen friedensstiftenden Waffen, die der Mensch zur Verfügung hatte, um seine Klage zu veräußern, um sich und seine Kinder zu trösten, um einige Momente Sorglosigkeit, Freude und Liebe trotz der Gegebenheiten sich zu schenken: Volkslieder, kunstvoll komponierte Musik, Sammlungen von Liedern, Instrumentalmusik, so wie Gedichte wurden vom Dreißigjährigen Krieg inspiriert. 

Noch Anfang des 20. Jh. schrieb die deutsche Schriftstellerin und Historikerin Ricarda Huch (1864 - 1947) das Gedicht „Wiegenlied aus dem Dreißigjährigen Krieg“; In seiner „Ninna nanna de la guerra“ (Wiegenlied vom Krieg), geschrieben 1914 zu Beginn des ersten Weltkriegs, verfasst der römische Dichter Trilussa (Carlo Alberto Salustri 1871 - 1950) mit wenigen Worten in einem Spagat von Trost und Ironie das Schicksal der Menschen, seit immer Opfer des Krieges.

Beide Gedichte wurden von Ercole Nisini vertont in zwei Kompositionen über bassi ostinati wie Passacaglia und Romanesca, die in der ersten Hälfte des 17. Jh. noch sehr populär waren.

Ein Konzertthema für eine Kaserne. Gelb… eine bedrohliche Farbe? Das ist das Farbthema dieses Konzerts.

​

„gelb mich“, so lautete einmal mein Titel. Da gehe ich weiter hinein. „gelb uns“ - Gelb – eine bedrohlich-aggressive - oder eine umstrahlende Wärme, die Schutzraum gibt. Gelb gegen Gelb. Ob Gelb obsiegt? Unterliegt? Oberfläche und Licht und Brechung. Aufbruch in Gelb. 

Den Bildraum zu öffnen – da waren schon Lucio Fontanas Schnittstellen. Hört Leinen sich an beim Zerreißen und wie wäre es mit der Musik?

Karin Kopka-Musch

Heidi Maria Taubert - Instrumenta Musica | Ercole Nisni

Karin Kopka-Musch

Live Konzert auf Einladung 9. Oktober 2021 im Komplex45 Kaserne Pirna.

Premiere Konzertstream 31. Oktober 2021 zum/go to KONZERTSTREAM

025.jpg

 

BLAU 
- L'HOMME ARMÉE

Zum 500. Todestag Josquin Desprez

Ermöglicht durch die Förderung von 

​

​

 

L’Homme armé, der bewaffnete Mann, eine Chanson/Melodie/Cantus Firmus aus dem 15. Jahrhundert, die durch die Jahrhunderte viele Komponisten inspiriert hat. „Den Mann in Waffen muss man fürchten“ sagt der Text, über dessen Melodie unzählige Messen und andere Kompositionen geschaffen wurden. 

Unter anderem Johannes Ockeghem, Josquin Desprez, Johannes Tinctoris, Costanzo Festa, Francisco Guerrero sowie in Rom Giovanni Pierluigi da Palestrina und Giacomo Carissimi in den Zeitaltern der Renaissance und des Barock haben sogenannte „Parodie Messen“ L’Homme Armé komponiert.

Das Konzert wird in der gotischen Klosterkirche Pirna aufgeführt. Eine passende architektonische Kulisse für die Musik von Josquin Desprez aus dem 15. Jahrhundert

 

Blau könnte die Farbe einer Uniform des bewaffneten Mannes sein.

„Was kann Blau schon dafür? Für all menschlich Gesehne? Die Blume. Sag mir, wo die Blumen...Darf es nicht einfach mal Blau sein? Wenn es nur selber wüsste, was Blau eigentlich ist oder was eigentlich Blau ist. Eine Blausause. Blaubrause. Keine Blaupause. Uniformität in Blau – ist sowas überhaupt unterhaupt, im Kopfe, vor Augen, intuitiv - also denn möglich?

Karin Kopka-Musch

​

Live Konzert 22. Oktober um 19 Uhr in der Klosterkirche Pirna (Eintritt 10 Euro)

Premiere Konzertstream  21. November 20 Uhr

KDFS_Logo+Wappen+Text_2020_RGB.jpg
logo-farbig-jpg-format.JPG

Cappella Mariana Prag | Vojtech Semerad

Instrumenta Musica | Ercole Nisni

Karin Kopka-Musch

Download Konzertprogramm

bottom of page