PASSAMEZZI, CIACCONE & FOLLIE

Improvisationen über Motetten und Ostinati der Renaissance für Posaune, Blockflöte, Dulzian und Continuo

Bartolomeo de Selma, Diego Ortis, Francesco Rognoni, Giovanni Bassano, Andrea Falconieri, Girolamo Frescobaldi

Ercole Nisini

Instrumenta Musica

...... per il trombone alla Bastarda 

"Cantare, Suonare o Diminuire alla bastarda" heißt, die melodische Linie bzw. die Diminution oder die Improvisation durch die verschiedenen Stimmen einer Motette oder eines Madrigals zu führen. Das beliebteste Instrument dieser Aufführungspraxis von Ende 16. Anfang 17. Jh. war die Viola Bastarda, die dank ihres enormen Tonumfangs die Lage einer Bass- sowie die einer Tenor-, Alt- oder Sopranstimme behaupten kann. 

Es gibt zahlreiche Diminutionen "alla Bastarda" dieser Zeit über die bekanntesten Madrigale oder Motetten, die uns überliefert sind: Francesco Rognoni, Giovanni Bassano, Girolamo dalla Casa, Bartolomeo de Selma, Diego Ortiz sind einige der berühmtesten Namen, die sich mit dieser Praxis beschäftig haben.
Auch die Posaune ist mit ihrem breiten Tonumfang geeignet für das "Bastarda" spiel, und wurde auch für diese Praktika verwendet. Francesco Rognoni komponiert in seiner "SELVA DE VARII PASSAGGI per cantare, & sonare con ogni sorte de Stromenti" (Milano 1620) die "Susana D'orlando. Modo di passegiar per il Violone Over Trombone alla Bastarda". Es ist eine Diminution über Lassos "Susanne un jour", die durch alle fünf Stimmen der Motette führt. Der Tonumfang ist B1 - f' und es gibt Sprünge über 2 Oktaven. Die technische Schwierigkeit dieser Diminution ist hoch und es könnte ein konkretes Zeugnis vom Niveau der Spieltechnick der Posaune Anfang 1600 sein. 

Die Worten Michael Praetorius über die “Tromboni/Posaunen” in seine DE ORGANOGRAPHIA (Syntagma Musicum II Wolfenbüttel 1619) können eigentlich die Posaune “alla bastarda” am besten beschreiben: “Wiewol etliche (als unter andern der berümbte Meister zu München, Phileno) durch vielfeltige Ubung auff diesem Instrument so weit kommen sind, daß sie unten das D, und oben im Discant das c'' d'' e'' ohne sonderbare beschwerung und Commotion anstimmen. Sonsten hab ich noch einen zu Dreßden. Den Erhardum Borussum, welcher sonsten in Polen sich noch anjetzo auffhalten sol, gehöret; Derselbe hat diß Instrument also gezwungen, daß er darauff fast die höhe eines Zinckens Als nemblich das oberste g'' sol re ut; Auch die tieffe einer Quart-Posaun, als A1 mit so geschwinden Coloraturen und saltibus, gleich auf der Viol de Bastarda, oder auff eim Cornet zu wege bringen, erreichen und praestieren können” 

 

WDR Funkhauskonzerte - Tage Alter Musik Regensburg - Brandenburgische Sommerkonzerte - Heinrich Schütz Musikfest Dresden - SilbermannOrgeltage Crostau - Internationale Posaunensymposium

 

 

Meisterlich spielte Ercole Nisini auf seiner Renaissance-Posaune und begeisterte das Publikum. Ihm und dem gesamten Ensemble gelang es, ein klingendes Zeugnis für die Aktualität und Schönheit der alten Musik abzulegen, urteilten übereinstimmend die Gäste.“

Lausitzer Rundschau

 

Mit traumwandlerischer Sicherheit und korrektem Stilempfinden jagen [die Musiker] die Verzierungsskala hinauf und hinunter.... Welche Spannung und Schönheit man mit und aus diesen Instrumenten hervorbringen, herausholen kann, ist erstaunlich.... Die Posaune... nimmt den Hörer für sich ein und begleitet ihn durch mehr als eine Stunde herrlicher Renaissancemusik. 

"Toccata" - Magazin für alte Musik

 

„Wer der Meinung ist, Posaunen seien langsam, ungelenk und nicht immer intonationssicher, der wird mit dieser CD definitiv eines Besseren belehrt ……

Dass Ercole Nisini so ein hochbegabter Musiker ist, steht nach dem Hören dieser CD jedenfalls außer Frage, und jedem, der auf diesem Instrument „unterwegs“ ist, sei diese CD-Reihe mit dem außergewöhnlichen musikalischen Talent Nisinis nachdrücklich empfohlen“

DAS ORCHESTER

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ercole Nisini

Ercoles musikalische Welt kennt keine stilistischen Grenzen. Seine Faszination für die Musik der Renaissance, Barock und Klassik, für die Originalquellen der Musikgeschichte, fürs Theater nimmt er als Inspiration für die Umsetzung in musikalische Konzepte und Konzertprogramme, die die Sinne der modernen Zuhörer verwöhnen wollen. Diese Projekte werden verwirklicht dank seinem Ensemble INSTRUMENTA MUSICA mit hervorragenden und kreativen Musikern, sensiblen Künstlern und Schauspielern, Vokalensembles, seinen Instrumenten: der Tenor- und der Bass-Barockposaune, Notenpapier und dem Dirigierpult.

Als Solist und Ensemble Leiter war Ercole Nisini zu sehen und zu hören u.a. in der Frauenkirche Dresden, Brandenburgische Sommerkonzerte, Tage Alter Musik Regensburg, Skalholt summer Concerts (Island), H. Schütz Musikfest, Tabor’s Triptyk (Tschechien), WDR Funkhauskonzerte, Fortepianarum Katowitz (Polen), Klosterstiftung Michaelstein, Varazdin baroque evenings (Croatia), Batzdorfer Pfingstfestspiele. Seit 2008 wurden 9 CDs durch die Labels RAMÉE, Querstand, Christophorus, Carus, und SONY veröffentlicht.

Seit 2007 widmet sich Ercole der Aufführung mit historischen Instrumenten. Konzerte, CD Aufnahmen, Rundfunkmitschnitte mit Orchestern und Ensembles wie La Petite Bande, Orchestre des Champs Elysées, Hannoversche Hofkapelle, L’Arpa festante, L’Orfeo Barockorchester, Cappella Leopoldina Graz, Capriccio Stravagente, Musica Fiata, Capella de la Torre, Musica Antiqua Austria, Marini Consort Innsbruck, Weser Renaissance Bremen, Cappella Sagittariana, United Continuo Ensemble, Il Girardino Armonico haben bis jetzt seine Erfahrungen bereichert.

Die Discographie von Ercole Nisini als Ensemble Leiter und Solist wächst seit 2008 regelmässig. Sein jüngstes Projekt möchte die Posaune als Soloinstrument durch die Musikepochen der Renaissance, Barock, Klassik und Romantik vorstellen, mit einem Zyklus von vier CD Aufnahmen beim Label Querstand. Das Erscheinen jeder CD wird von der Herausgabe einer Posaunenedition bei der Verlagsgruppe Kamprad mit dem Notenmaterial des eingespielten Repertoires begleitet.

The Baroque Trombone

Ercole Nisini | Instrumenta Musica

Tommaso Albinoni, Georg Philipp Telemann, Benedetto Marcello, Domenico Gabrielli

The Renaissance Trombone

Ercole Nisini | Instrumenta Musica

Diego Ortiz, Francesco Rognoni, Claudio Monteverdi

The Classic Trombone

Ercole Nisini | Katarzyna Drogosz

Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven

© 2018 Instrumenta Musica | Ercole Nisini

Fotos ©  Björn Kadenbach

Impressum & Datenschütz